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ANWENDUNGSGEBIETE

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in der Schweiz, ob in Ergänzung zur konventionellen Schulmedizin oder als eigenständige Therapieform. Die Indikationsliste der WHO kann dir als Überblick dienen, ich teile nachfolgend jedoch gerne meine persönliche Erfahrung mit dir:

 

Nebst der sehr gezielten Linderung von akuten Beschwerden bietet die Chinesische Medizin in vielen Fällen eine Kausaltherapie, das heisst, die Ursache der Beschwerden werden angesprochen und somit der Gesundheitszustand und das Wohlbefinden nachhaltig verbessert. Es ist in jedem Fall sinnvoll, die Stärken und Schwächen sowohl der naturheilkundlichen Verfahren als auch der modernen Medizin bei der Wahl des für dich geeigneten Unterstützungsangebotes zu beachten.

 

In den folgenden Fällen empfehle ich eine Abklärung/Behandlung in meiner Praxis: 

 

 

Die Besonderheit der Chinesischen Medizin liegt darin, dass wir für alle physiologischen Prozesse im Menschen einen Entsprechung in der Natur finden. In jeder Behandlung steckt eine Einladung, dich mit dem Rhythmus welcher die Natur uns vorgibt zu verbinden und diese mächtigen Energien für deinen Heilungsprozess zu nutzen.

"Den Zyklen der Natur zu folgen bedeutet Leben."

Grundlagen der Chinesichen Medizin, Su Wen

Bei akuten und chronischen Infektionskrankheiten

Je nach Auslöser der Infektion, gibt es grosse Unterschiede bei der Wahl der Behandlungsstrategie:

 

Bakterien besiedeln nahezu alle Organe, Gewebe und Körperstrukturen, wie die Haut, die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt oder die Geschlechtsorgane und Harnwege. Die meisten Bakterien sind für einen gesunden Organismus unentbehrlich. Etwa 1% der zur Zeit bekannten Bakterien können jedoch für schwerwiegende Krankheitsverläufe verantwortlich sein. Grundsätzlich gilt: Naturheilkundlichen Verfahren könnten nicht mit der Effizienz von Antibiotikabehandlungen mithalten. Dennoch sollte bei bakteriellen Infektionen immer eine Begleittherapie in Betracht gezogen werden. Einerseits um die Ursache von Wiederkehrenden Infektionen zu behandeln und somit regelmässige Antibiotikabehandlungen vorzubeugen und andererseits, um die Nebenwirkungen der Antibiotikaeinnahme abzufangen.

 

Viren sind an sich nicht lebensfähige Geschöpfe, welche den Menschen als ihren Wirt gebrauchen und ihm erheblichen Schaden zufügen können. Ein potentes Mittel gegen Viren, wie die Antibiotika bei Bakterien, gibt es nicht. Die Chinesische Medizin fokussiert hier nicht nur auf die Linderung der akuten Symptome, sondern gleichzeitig auf die Stärkung des Immunsystems und trägt somit zur Beschleunigung der Genesung bei.

 

Sofern Pilzinfektionen nicht auf eine ungenügende oder übermässige (!) Hygiene zurückzuführen sind, deutet sie ebenfalls auf eine geschwächten Immunabwehr (insbesondere auch nach Antibiotikatherapie) hin, weshalb sie sich oft hartnäckig und chronifiszierend zeigen. Der Therapieansatz der Chinesischen Medizin besteht darin, die Ursache für die lokale oder organisch-bedingten Schwäche der Immunantwort zu behandeln.

Als Begleittherapie bei schwerwiegenden, chronischen Krankheiten

Chronische Krankheiten stellen für die betroffenen oftmals eine Mehrfachbelastung dar: Nebst der akuten Symptomatik, werden oftmals auch intensive, nebenwirkungsreiche Therapien verordnet, deren Ausgang im Voraus nicht immer genau abzuschätzen ist und dadurch eine teilweise grosse psychische Belastung entsteht. 

Die Chinesische Medizin kann hier unterstützend oder als ergänzender Behandlungsansatz angewendet werden. Unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung, wird die Chinesische Medizin zur Linderung von Nebenwirkungen (z.B. Chemotherapie) eingesetzt, indem der Körper bei der Entgiftung und Selbstregulation unterstützt wird. Dies führt in der Regel auch zu einer besseren Verarbeitung der medikamentösen Behandlung. Gleichzeitig wird die psychische Widerstandskraft (Resilienz) gestärkt, indem das Krankheitsgeschehen im Kontext der persönlichen Herausforderungen verortet wird.  

Als ergänzender Behandlungsansatz wird die Konstitution von Patienten gestärkt und das chronische Krankheitsgeschehen auf der seelischen Ebene verortet, womit neue Zugänge zu persönlichen Gesundheitsressourcen geschaffen und der Heilungsprozess begünstigt wird.  

 

Konkrete Beispiele aus meiner Praxis:

  • Psychiatrische Diagnosen (Depression, Angst- und Zwangsstörung, bipolare Störung)¨

  • Schwerwiegende Essstörungen

  • Krebserkrankungen

  • Neurodegenerative Erkrankungen (Demenz, Alzheimer, Parkinson)

  • Autoimmunerkrankungen (Multiple Skleorse, rheumatoide Artitis, M. Crohn, Colitis ulcerosa)

  • Chronische Nierenerkrankungen (Niereninsufizienz, chronische Glomurulonephritis)

Rekovaleszenz & Rehabilitation 

Chirurgische Eingriff können eine grosse physische und psychische Belastung darstellen. Wie sich diese Belastung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken, hängt stark von den persönlichen Voraussetzungen der Betroffenen (allgemeiner Gesundheitszustand, Resilienz) ab. Die diagnostischen und therapeutischen Mittel der TJM (Traditionellen Japanischen Medizin) erlauben es, die Konstitution von Patient:innen, das heisst Schwachstellen zu erkennen, diese im Hinblick auf einen anstehenden chirurgischen Eingriff zu stärken und somit die Rekovaleszenz zu verkürzen. Häufig wird die Chinesische Medizin auch zur Nachbehandlung von Operationen empfohlen.

Zur Unterstützung der Rehabilitation nach Unfällen (z.B. Schleudertrauma) oder schwerer Krankheit (z.B. Herzinfarkt) verfolgt die Chinesische Medizin einen ganzheitlichen, ressourcenzentrierten Ansatz: Es werden parallel zueinander sowohl akute Symptome wie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen behandelt, als auch das Gleichgewicht zwischen den Organen/Körperfunktionen wiederhergestellt, welche durch das Trauma bzw. Schock durcheinandergeraten ist.

Traumabehandlung

Als Trauma wird in Psychologie und Medizin das Erleben oder Miterleben einer schwerwiegenden Verletzung oder Bedrohung des Lebens bezeichnet, welche zu einem späteren Zeitpunkt in Form von Albträumen, Flashbacks, Überanspannung oder Hypersensibilität den Alltag und das Wohlbefinden der Betroffenen stark beeinträchtigen können.

 

Für die Traumabehandlung ist die starke Erregung des vegetativen Nervensystems im Zeitpunkt des traumatisierenden Ereignisses von zentraler Bedeutung. Dieses Energiepotential dient als natürlicher Schutz- und Überlebensmechanismus (gesteigerter Puls, erhöhte Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit). Findet es aufgrund überwältigender äusserer Umstände jedoch keinen Ausdruck oder wird es aufgrund sozialer Konditionierung unterdrückt, wird die Energie in den Strukturen des Körpers (Organe, Gewebe, Gelenke, Gefässe) eingeschlossen. Auf körperliche Ebene führt diese Energieanhäufung oftmals zu funktionellen Störungen (=Beschwerden, oftmals Schmerzen, ohne medizinischen Befund), auf psychischer Ebene wird die Entfaltung von Potentialen behindert und die traumatisierende Erfahrung drängt früher oder später in Form von Bildern, Emotionen oder Träumen vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein.

 

Die Vielfalt und individuellen Unterschiede der Traumafolgebeschwerden, sind auf die Konstitution, das heisst die körperlichen Schwachstellen zurückzuführen. Energie sucht sich den Weg des geringsten Wiederstandes.

 

Das Ziel der Behandlung nach den Prinzipien der Chinesischen Medizin besteht darin, die überschüssige Energie über spezifische Leitbahnsysteme abfliessen zu lassen und damit das System zu entlasten. Gleichzeitig erfolgt die Annäherung an das traumatisierende Ereignis, jedoch immer mit Fokus auf die Ressourcen und das stillliegenden bzw. blockierten Potential der Betroffenen. Dies ermöglicht schlussendlich die Ursprungswunde, welche das traumatisierende Erlebnis begünstigt oder herausgefordert hat zu bearbeiten und damit das gesamte System nachhaltig zu stärken. 

Prävention & Gesundheitspflege

Palpationsbefunde (druckschmerzhafte Punkte und Areale, Veränderungen der Muskel- und Gewebespannung), Puls- und Zungendiagnose sowie konstitutionellen Merkmale ergeben erstaunlich viel Aufschluss über den Gesundheitszustand, auch ohne dass sich bereits manifeste Symptome zeigen. Ursprünglich wurden chinesische Ärzte bezahlt, solange ihre Patient:innen gesund blieben. Soweit kann ich leider nicht gehen. Aber ich unterstütze dich dennoch aus Überzeugung dabei, deine persönlichen Schwächen und Stärken kennenzulernen, überkommene Muster abzulegen, Lebensgewohnheiten anzupassen und nicht ganz nebenbei - Krankheiten vorzubeugen.

 

Zur Prävention und Gesundheitspflege gehört auch die Begleitung durch die Schwangerschaft. Akupunktur eignet sich besonders zur Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden und zur Geburtsvorbereitung. In der Zeit unmittelbar nach der Geburt wird der Körper bei der Regeneration unterstützt und Erschöpfung sowie depressive Verstimmung (postnatale Depression) werden vorgebeugt.   

Beschwerden ohne ursächliche Therapie

Ein Therapieansatz, welche sich unter Umständen über Jahre hinweg auf die Kontrolle der Symptome beschränkt, führt nicht selten zu einer Verschlimmerung und Fortpflanzung der Symptome. In der Chinesischen Medizin sind sehr differenzierte Erklärungsmodelle für die Entstehung von Krankheiten überliefert, welche die Organsysteme, Körperareale- und funktionen in Beziehung zueinander setzen. Dazu gehören insbesondere das Konzept der Drei Erwärmer (San Jiao), die 12-Meridian-Umläufe, das 5-Wandlungphasen-Modell, die Organuhr sowie das 6-Schichten-Modell.

Je nach Diagnose und Krankheitsverlauf, kann die Chinesische Medizin als eigenständige Therapieform oder als ergänzende Massnahme zur Schulmedizin eingesetzt werden.

 

Hier sind konkrete Beispiele aus meiner Praxis:

  • Burn-out-Syndrom, Chronsiches Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue)

  • AD(H)S (Aufmksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung) bei Kinder und Erwachsenen

  • Restless-Legs-Syndrom (RLS)

  • Chronisch Entzündliche Darmkrankheiten (M. Crohn, Colitis ulcerosa)

  • Allergien und Nahrungsmittelintoleranzen

  • Chronische dermatologische Erkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne 

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie M. Crohn oder Colitis ulcerosa

  • Endometriose und polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO)

  • Wechseljahrbeschwerden (klimakterisches Syndrom) mit Hitzewallungen, Blutdruckanomalien, Schweissausbrüchen, Schlafstörung, etc.

  • Hämorrhoiden 

  • Stuhlinkontinenz (z.B. Outled-Syndrom mit paradoxer Reaktion der Schliessmuskels auf Stuhldrang )

  • Miktionsstörungen wie Harninkontinenz, Dysurie (schmerzhaftes Wasserlassen), Pollakisurie, nächtliches Einnässen bei Kindern)

  • Gutartige Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie)

  • Begleitend bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis, Multiple Sklerose (MS))

  • Vorbeugend bei Mangelzustände mit Folgeerkrankungen (z.B. Eisenmangel, Kalziummangel, Vitamin B12-Mangel (Anämie, neurologische Symptome)

Beschwerden ohne Befund

Bei Krankheiten welche mit dem Zusatz funktionell, idiopathisch, essentiell oder primär bezeichnet werden, fehlt aus Sicht der Schulmedizin eine erklärbare Ursache. Hierzu gehören auch einschlägige Symptome, welche auf ein Ungleichgewicht des vegetativen Nervensystems zurückgeführt werden. Die diagnostischen Mittel der Chinesischen Medizin, dazu gehören Puls- und Zungendiagnose, spezifische körperliche Befunde aufgrund von schmerzhaften Körperarealen sowie konstitutionelle Merkmale wie Charaktereigenschaften, Temperament und Körperhaltung und chronische Muskelverspannungen, geben Aufschluss über die der Funktionsstörung zugrunde liegende Disharmonie und eröffnen damit sehr oft die Möglichkeit einer gezielten Behandlung der Beschwerden.

Konkrete Beispiele aus meiner Praxis: 

  • Durch Stress oder Belastung bedingte psychische Symptome (z.B. depressive Verstimmung, Ängstlichkeit, Gereiztheit, vermindertes Selbstwertgefühl)

  • Durch Stress bedingte körperlich und geistig wahrnehmbare Symptome (z.B. Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, innere Unruhe, Nervosität, Rastlosigkeit, Anspannung, Konzentrationsschwäche, Gedankenkreisen, Vergesslichkeit, Stress-Essen)

  • Ein- und Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen, exzessives Träumen, mangelndes Regenerationsgefühl und Antriebslosigkeit am Morgen

  • Störungen des Immunsystems wie Immunschwäche mit Infektanfälligkeit oder übersteigerte Immunantwort

  • Verdauungsbeschwerden (z.B. Reizdarm, Reizmagen, Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen, Aufstossen, Übelkeit, Mundgeruch, Appetitstörung, Bauchschmerz nach dem Essen)

  • Funktionelle Schmerzsyndrome (z.B. Kopfschmerz, Migräne, Schmerz des Bewegungsapparats)

  • Menstruationsbeschwerden wie PMS oder schmerzhafter Menstruation (Dysmenorrhoe), Zyklusanomalien (Veränderung der Blutungsfrequenz und -stärke), Myome, Zysten oder bei Symptomen wie Trockenheit, Brennen oder Jucken der Scheide sowie Ausfluss (Fluor vaginalis) ohne erkennbare Ursache

  • Sexualstörungen (z.B. Libidoverlust, Errektionsstörung, übersteigerte Erregbarkeit, nächtlicher Samenverlust)

  • Palpitationen, Herzrasen (Tachykardie), Schmerz und Druck im Brustkorb, Angst, psychische Unruhe

  • Lungen- und Atemwegserkrankungen wie nicht-allergisches Asthma bronchiale, funktionelle Atemstörung mit Atemnot oder Nasenpolypen

  • Funktionelle neurologische Beschwerden (z.B. Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheit, Hitzegefühl oder Schmerzempfindungen)

  • Bluthochdruck (primäre Hypertonie)

  • Tinnitus, Gehörsturz, Schwindel

  • Symptome der Augen wie trockene, tränende, juckende oder gerötete Augen, Mouches volantes, Nachtblindheit oder Lichtempfindlichkeit

  • Nackenverspannung, Hartspann (Myogelose), Globusgefühl, Zervikalsyndrom)

Indikationsliste für TCM gemäss Weltgesundheitsorganisation WHO

Die folgende Liste führt Krankheiten und Störungen auf, die sich erfahrungsgemäss besonders effizient mit den Methoden der TCM therapieren lassen. Die Angaben stützen sich auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Liste ist nicht vollständig, sondern soll auf die vielfältigen Wirkungsweisen der TCM hinweisen.  

Orthopädische Erkrankungen: Arthritis, Arthrose, rheumatische Erkrankungen, chronische Rückenschmerzen
 

Erkrankungen der Atemwege: Asthma, chronische Bronchitis, Stirn- und Kieferhöhlenentzündung
 

Allergien und Hauterkrankungen: Ekzeme, Neurodermitis, Schuppenflechte, Gürtelrose, Wundheilungsstörungen, Heuschnupfen
 

Erkrankungen des Verdauungstraktes: Übersäuerter Magen, Entzündung der Magenschleimhaut, Verstopfung und Durchfall
 

Neurologische Erkrankungen: Tinnitus, Kopfschmerzen, Migräne, Lähmungen der Gesichtsnerven
 

Gynäkologie: Menstruationsbeschwerden, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Menopause, Endiometriose
 

Innere Erkrankungen: Stoffwechselerkrankungen, hoher oder tiefer Blutdruck, Diabetes, Anämie, Übergewicht
 

Urologische Erkrankungen: Blasenentzündung, Prostatitis, Inkontinenz
 

Onkologie: Begleitend oder im Anschluss an Chemotherapien und Bestrahlung, Übelkeit, Polyneuropathie, Fatique, Verbesserung Allgemeinzustand

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